Historie

Die Anfänge

Im Jahr 1906 gründet Georg Allgaier in Göppingen eine Firma zur Fertigung einfacher Schnitt- und Stanzwerkzeuge. Durch die fortschreitende Entwicklung des Automobils gewinnt die metallverarbeitende und metallbearbeitende Industrie an Fahrt.

Mehr als ein Jahrzehnt nach der Gründung verlagert Allgaier seinen Betrieb ins nahe gelegene Uhingen und liefert ein weiteres Jahrzehnt später erstmals Karosseriewerkzeuge in größerem Umfang nach Belgien und Frankreich. Ende der Zwanziger Jahre beginnt das Unternehmen mit der seriellen Produktion von Pressteilen für die Automobilindustrie.

Die Etablierung

Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges stirbt der Firmengründer Georg Allgaier. Seine Familie führt die Geschäftstätigkeiten in seinem Sinne weiter. Im Jahr 1948 beginnt Allgaier mit der Produktion von Schleppern und Dreschmaschinen für die Landwirtschaft und begründet daraus ein neues Geschäftsfeld.

Mitte der 50er Jahre startet Allgaier die Herstellung von Windkraftanlagen, die weltweit für Bewässerungszwecke genutzt werden. Zwei Jahre später werden zusätzlich erstmals Siebmaschinen hergestellt. Der Geschäftsbereich Verfahrenstechnik ist geboren, die Nachfrage nach maßangefertigten Anlagen in diesem Bereich steigt kontinuierlich an.

Die Internationalisierung

Mit Professor Dr. Dieter Hundt lenkt ab 1975 erstmals ein familienfremder Manager als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter die Geschicke des Unternehmens. Ein Fokus seiner Tätigkeit wird die Etablierung der Marke Allgaier auf dem internationalen Parkett. Zwei Jahre nach seiner Einberufung gründet er eine erste produzierende Tochtergesellschaft mit Sitz in Frankreich. In der Folgezeit erwirbt er mit Allgaier Gesellschaften in Schleswig-Holstein, Schweden und Spanien.

In den 80er Jahren werden ein neues Presswerk am Stammsitz in Uhingen sowie neue Gebäude in den Geschäftsbereichen Automotive und Verfahrenstechnik errichtet. Allgaier erweitert sein Programm durch den Erwerb der Fertigungs- und Vertriebsrechte für Trockner und Kühler von der Apparatebaufirma Haag, Vaihingen/Enz sowie durch den Erwerb des norddeutschen Siebmaschinenherstellers Mogensen GmbH & Co. KG, Wedel, Hamburg.

In den 90er Jahren kommen das deutsche Unternehmen C.G. Mozer GmbH & Co. KG und der schwedische Siebmaschinen- und Sizerhersteller Fredrik Mogensen AB dazu. Durch die Gewinnung des nordeuropäischen Traditionsunternehmens, das in den 50er Jahren erstmals mit der Erfindung des Mogensen Sizer auf sich aufmerksam machte, baut Allgaier sein Produktportfolio in der mechanischen und thermischen Verfahrenstechnik entscheidend aus. Zu Beginn der Jahrtausendwende erwirbt Allgaier mit dem spanischen Unternehmen Gosag S.A. einen weiteren Hersteller von Sieb- und Aufbereitungsanlagen in Europa.

Vom Pionier zum Leistungsträger

Aus dem einstigen Pionier der Umform- und Verfahrenstechnik ist mittlerweile ein internationales Unternehmen geworden, das seine Produkte und Leistungen weltweit erfolgreich verkauft. Der Umsatz hat sich seit 1975 von umgerechnet 25 Millionen Euro auf 255 Millionen Euro im Jahr 2005 mehr als verzehnfacht. Im Jahr 2006 feiert Allgaier mit über 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das 100-jährige Firmenjubiläum.
Im Jahr darauf übernimmt Dipl.-Ing. Helmar Aßfalg die Geschäftsführung von Professor Dr. Dieter Hundt, der zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt wird.

Aßfalg weitet die erfolgreiche Wachstumsstrategie, die Professor Dr. Hundt in den 70er Jahren begonnen hat, konsequent aus. Im Jahr 2009 gründet er in Mexiko-Stadt die Automotive-Tochtergesellschaft Allgaier de México. Ab sofort werden dort Pressteile und Komponenten für die im NAFTA-Raum ansässige Automobil- und Zulieferindustrie hergestellt. Ein Jahr später kommen die chinesische Tochtergesellschaft Allgaier Automotive Tool & Die Beijing Co. Ltd. und Almo Process Technology Inc. in den USA dazu.

Mit diesen Zukäufen und Neugründungen schreibt Allgaier seine Expansionsgeschichte erfolgreich fort und investiert genau in die Märkte, die zukünftig hohe Wachstumsraten versprechen.

In Zukunftsmärkte und -produkte investieren

Auch in Zukunft wird Allgaier seine langfristigen Kundenbeziehungen ausbauen, sich als Anbieter anspruchsvoller und hochwertiger Anlagen und Komponenten weiter etablieren und gezielt in Zukunftsmärkte und -produkte investieren.

Ein Beispiel, dass diesen Anspruch deutlich unterstreicht, ist die Gründung des Tochterunternehmens Allgaier de Puebla in Mexiko im Jahr 2011 – unmittelbar vor den Toren eines Produktionsstandortes des deutschen Volkswagen-Konzerns. Auf einer Gesamtfläche von annähernd 7.000 qm werden zukünftig bis zu 500 neu eingestellte Allgaier-Mitarbeiter die Belieferung des nord- und mittelamerikanischen Automobilmarktes in Angriff nehmen.

Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die Gründung eines Joint-Ventures mit dem Unternehmen ICIL, einem bisherigen Lizenznehmer von Mogensen Sizertechnik in Indien. Mit dieser Kooperation möchte Allgaier seine ganzheitliche Kompetenz im Bereich Verfahrenstechnik ausbauen und sich in diesem großen Binnenmarkt weiter etablieren.
 

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